Mittwoch, 12. April 2017

Ducati Scrambler Desert Sled

Die Suche nach dem feuerroten Spielmobil... oder wie ich seit Jahren auf der Suche bin nach einem Zweitmotorrad. Ich mag meine GS wirklich sehr gerne, für meine Ansprüche das beste Motorrad das ich finden konnte nur manchmal würde man gerne mal etwas anderes fahren. Vielleicht auch weil die BMW zu perfekt ist, sie hat keine großen Macken, vielleicht etwas zu laut für meinen Geschmack, aber ansonsten macht sie all das was man mit ihr vorhat sehr zufriedenstellend. So richtig Spaß auf ein weiteres Motorrad bekam ich wieder im Dezember auf Teneriffa nachdem ich 4 Tage mit der Royal Enfield Continental GT gefahren bin. Damit gehen dann halt keine 400 km so ohne weiteres und die Hände vibrieren noch 2h Abends nach, aber das ist manchmal auch ganz schön.

Als Ende 2016 Ducati die neue Desert Sled der Scrambler Reihe präsentierte schlug mein Herz sofort höher, I LIKE!
Schon die Urban Enduro fand ich zum verlieben, aber eigentlich auch alle anderen Modelle. Die Desert Sled und der Cafe Racer werten die ganze Palette aber noch einmal deutlich auf und die wollte ich unbedingt und sofort Probe fahren. Es dauerte bis jetzt, denn all zu lange stehen sie noch gar nicht beim Händler.




Optisch ist sie für mich (bis auf den Kennzeichenhalter) ein echtes Highlight! Gleiches gilt im Übrigen auch für den Café Racer und die anderen Modelle der Scrambler Reihe. Ducati kenne ich vom Fahren bisher nur von der alten Monster, bei der mich das rasseln nervte. Aber das ist lange her, der 800er der Scrambler fährt sich überraschend "neutral", nichts Negatives, aber auch nichts was besonders zum hervorheben wäre. Er blubbert unaufdringlich vor sich hin, könnte wenn man von einer 125 PS GS kommt etwas mehr Punch im unteren Drehzahlbereich haben aber für die 75 PS fährt sich das sehr angenehm alltagstauglich! Die Emotionen werden definitiv über die Optik geweckt. Die Sitzposition war trotz mehr Federweg bei der Desert Sled absolut okay mit meinen 1,78cm und auch die Füße kommen ganz gut auf den Boden.



 


So ein paar Spielereien meiner GS haben mir aber tatsächlich gefehlt. Ohne Griffheizung waren meine Sommerhandschuhe etwas kalt, der Tacho lässt sich eher bescheiden ablesen und krass wie sehr ich Tempomat, Ganganzeige und hohes Windschield als selbstverständlich angenommen habe. Die Scrambler ist jetzt nicht wirklich ein puristisches Bike, aber als GS Fahrer fühlt es sich doch ein wenig so an. Sie hat keine Traktionskontrolle (Was sie bei ihrem Motor auch nicht wirklich benötigt), sie hat keine E-Gas, keine hydraulische Kupplung, ein Boardcomputer der neben Tageskilometer, Reichweite noch die Temp anzeigt aber kein Verbrauch. Sie hat keine LED Blinker oder LED TFL, kein semiaktives Fahrwerk aber im Vergleich zur Konkurrenz ist das durchweg Standard.




Positiv überrascht haben mich die aufgezogenen Pirelli Scorpion Rallye STR, die werde ich wohl auch meiner BMW als nächstes gönnen. Als Wachablösung könnte ich mir die Desert Sled nicht wirklich vorstellen, wenn dann wäre sie eine Erweiterung des Fuhrparks, dafür sind mir die ~11.500 aber dann doch zu viel. Schade eigentlich, Spaß hat es nämlich gemacht!

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